Klimawandel im Fokus der Präventionsaktivitäten
Der Präventionsbericht 2025 zeigt einen neuen Höchststand der Investitionen der Kranken- und Pflegekassen in Aktivitäten zur Gesundheitsförderung und Prävention. Dabei stehen Klimaschutz und Klimaanpassungsmaßnahmen zunehmend im Fokus. Präventionsarbeit allgemein und die Begrenzung klimabedingter Gesundheitsrisiken im Konkreten setzen als gesamtgesellschaftliche Aufgaben jedoch voraus, dass Bund, Länder und Kommunen sich in ihren Aufgabenbereichen engagieren und gemeinsam mit den Krankenkassen an einem Strang ziehen.
Engagement der Nationalen Präventionskonferenz
Mit den Bundesrahmenempfehlungen setzt die Nationale Präventionskonferenz wichtige Impulse und bietet Orientierung für die Gestaltung und Umsetzung der lebensweltbezogenen Gesundheitsförderung und Prävention. 2025 wurden das Thema „Gesundheit und Klima“ sowie ein Anwendungsbeispiel zum Thema „Hitzeschutz“ in die Bundesrahmenempfehlungen integriert. Darin werden die Beiträge der Sozialleistungsträger und Möglichkeiten der Zusammenarbeit bei der Bewältigung des Klimawandels und seiner Folgen aufgezeigt. Weitere Aspekte, die neu aufgenommen wurden, sind u. a. die Integration des Themas Einsamkeit sowie Empfehlungen zu den Aspekten Diversität, Inklusion und Barrierefreiheit.
Gesundheitsförderungs- und Präventionsziele der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)
Der GKV‑Spitzenverband setzt mit seinem „Leitfaden Prävention“ Qualitätsstandards für die Prävention in Deutschland. Er wird unter Beteiligung wissenschaftlicher Perspektive kontinuierlich weiterentwickelt. Bereits im Jahr 2022 wurde das Thema Gesundheit und Klima an relevanten Stellen integriert.
2025 wurden erstmals zwei Ziele aufgenommen, die übergreifend sowohl für die lebensweltbezogene als auch für die individuelle Prävention gelten: Im Rahmen ihrer Einflussmöglichkeiten sollen die Krankenkassen
- die gesundheitsbezogenen Auswirkungen des Klimawandels bei ihren Präventionsaktivitäten berücksichtigen und
- sich für eine barrierefreie Gesundheitsförderung einsetzen.
Klar ist aber, dass das Engagement der GKV nur erfolgreich sein kann, wenn auch andere gesellschaftliche Akteure ihren Beitrag leisten. Es müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die einen gesundheitsförderlichen Lebensstil unterstützen und Menschen in ihrer Gesundheitskompetenz stärken.
GKV‑Bündnis für Gesundheit: Statuskonferenz für Austausch und Vernetzung
Rund 150 Akteurinnen und Akteure aus Praxis, Krankenkassen, Politik und Verbänden gingen am 14. Oktober 2025 gemeinsam der Frage nach, wie eine gute Kooperation in der lebensweltbezogenen Gesundheitsförderung über Ressort‑ und Sektorengrenzen hinaus gelingen kann. Dazu gab es u. a. einen Austausch zum Thema „Klimagesundheit als Querschnittsthema – Kommunale Ansätze und Anwendungsbeispiele“.
Praxisbeispiele für das Engagement der Kranken‑ und Pflegekassen im Bereich Gesundheit und Klima sind im Präventionsbericht 2025 dokumentiert, ebenso wie die Ausgaben für entsprechende Maßnahmen.
Prävention gesamtgesellschaftlich stärken
Eine erfolgreiche Bewältigung oder Linderung der Folgen des Klimawandels erfordert gesamtgesellschaftliche und politikfeldübergreifende Anstrengungen. Auch im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention gilt es, Lösungen zu entwickeln. Die Kranken‑ und Pflegekassen gehen mit gutem Beispiel voran.




