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Versorgungsthemen | Sektorenübergreifende Versorgung

Sektoren­über­greifende Ver­sorg­ungs­ein­richt­ungen sind ein wichtiger Bau­stein der Kranken­haus­reform

Sektorenübergreifende Versorgungseinrichtungen (SüV) sind ein zentraler Bestandteil der zukünftigen Versorgungsstruktur. Sie sichern die wohnortnahe Grundversorgung, entlasten Krankenhäuser höherer Versorgungsstufen und ermöglichen einen zielgerichteten Transformationsprozess der Krankenhausversorgung.

SüV schließen regionale Versorgungslücken

SüV übernehmen weniger komplexe stationäre Leistungen, schließen regionale Versorgungslücken und unterstützen die Transformation bestehender Krankenhausstrukturen. Dabei steht im Vordergrund, das Leistungsspektrum gegenüber anderen Krankenhäusern zu reduzieren. Der Kern des stationären Angebots umfasst daher einen verpflichtenden Mindestkatalog konservativer Leistungen der Allgemeinen Inneren Medizin einschließlich geriatrischer Basisleistungen. Zusätzliche Leistungen können bedarfsorientiert ergänzt werden. Für SüV gelten die Grundsätze der Krankenhausbehandlung, wobei die Qualitätsanforderungen konsequent am jeweiligen Leistungsspektrum auszurichten sind.

Ein klar begrenztes Leistungsspektrum in Verbindung mit einer Vergütung über degressive Tagesentgelte ermöglicht ein wirtschaftlich tragfähiges und regional passfähiges Versorgungsmodell.

Schaubild: Sektorenübergreifende Versorgungseinrichtungen (süV). Circa 350 Orte in Deutschland bieten sich als potenzielle Standorte an. Die süV legen einen Schwerpunkt auf Pflege und innere Medizin, halten 50 bis 100 Betten für die Grundversorgung vor, haben aber keine Notaufnahme. An die süV können weitere Versorgungseinrichtungen und Angebote angebunden werden, zum Beispiel ein ambulantes OP-Zentrum, ambulante Reha, Haus- und Facharztpraxen, Physiotherapie, Apotheke und Sanitätshaus, Suchthilfe und Inklusion, Krankenkassen, der Öffentliche Gesundheitsdienst und weitere.

Wichtiger Schritt hin zu einer besseren und bezahlbaren Versorgung

SüV sollen die Umgestaltung der stationären Versorgung in Deutschland gezielt unterstützen. Dabei ist sicherzustellen, dass sie tatsächlich einen Beitrag zur Transformation der Krankenhausstrukturen leisten und nicht zu zusätzlichen Kosten oder reiner Erlösoptimierung führen.

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