Digitalstrategie des GKV-Spitzenverbandes: Gesundheitsversorgung zukunftsfest machen
Der GKV-Spitzenverband hat eine Digitalstrategie mit mehreren grundlegenden Vorschlägen beschlossen, die die Versorgung einfacher, vernetzter und effizienter machen sollen. Im Fokus stehen die digitale Unterstützung entlang des Behandlungspfads, ein leichterer Zugang zur Versorgung, die elektronische Patientenakte (ePA) als zentrale Plattform sowie klare Regeln für Daten- und KI‑Nutzung.
Digitale Transformation aktiv gestalten
Am 5. Dezember 2025 hat der Verwaltungsrat eine umfassende Digitalstrategie für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) und die soziale Pflegeversicherung (SPV) beschlossen. Vorausgegangen war insbesondere ein Workshop des Fachausschusses Digitalisierung, Innovation und Patientennutzen, in dem die Grundsätze gemeinsam erarbeitet wurden. Ziel ist es, die Gesundheitsversorgung durch digitale Innovationen qualitativ hochwertiger, zugänglicher und effizienter zu gestalten. Die GKV sieht sich dabei als aktive Gestalterin der digitalen Transformation. Klar ist, Digitalisierung ist Versorgung.
Forderungen des GKV-Spitzenverbandes
Gestaltungsspielraum für gute Versorgung
Die Digitalstrategie des GKV-Spitzenverbandes betont die Notwendigkeit einer sektorenübergreifenden Perspektive, der nutzerorientierten Weiterentwicklung der Telematikinfrastruktur sowie der konsequenten Ausrichtung an den Bedürfnissen der Versicherten. Die digitale Transformation des Gesundheitswesens ist kein Selbstzweck, sondern muss eine bessere Versorgung zum Ziel haben. GKV und SPV sollten diese Transformation aktiv im Sinne eines modernen, digitalen Gesundheitswesens für ihre Versicherten gestalten. Hierzu benötigen die Kranken- und Pflegekassen entsprechende Gestaltungsspielräume, die sie im Wettbewerb um die beste Versorgung nutzen können. In diesem Sinne wird sich der GKV-Spitzenverband für die Umsetzung der Kernpunkte seiner Digitalstrategie gegenüber Politik und Selbstverwaltung einsetzen.

