Modellprogramme erproben Innovationen in der Pflege
Mit der Durchführung verschiedener Modellprogramme unterstützt die Forschungsstelle Pflegeversicherung des GKV‑Spitzenverbandes innovative Ansätze in der Langzeitpflege und trägt zur Verbesserung der Pflegeversorgung bei. Im Modellprogramm zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung wurden im Jahr 2025 insgesamt neun Projekte gefördert. Exemplarisch werden zwei Projekte vorgestellt. Ende 2025 wurde das Modellprogramm Telepflege mit wichtigen Erkenntnissen abgeschlossen.
Projekt „EditA“: Wirksamkeit digitaler Anwendungen in der Pflege
Das Gelsenkirchener Institut für Arbeit und Technik, die Technische Universität Berlin und die Frankfurt University of Applied Sciences entwickeln in „EditA“ bis 2027 ein Instrument zur Wirkungsmessung digitaler Tools für Pflegeeinrichtungen. Ziel ist es, damit Entscheidungen für digitale Anwendungen wissenschaftlich fundiert treffen zu können.
Projekt „ViBe-Pflege“: Videobegutachtung
Die Universität Bremen erforscht zusammen mit dem Medizinischen Dienst Bund die Eignung videobasierter Begutachtungen zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit und des Pflegegrads. Bis Mitte 2026 wird geprüft, ob diese Form der Begutachtung eine praktikable und qualitativ gleichwertige Alternative zu Begutachtungen in Präsenz darstellt.
Modellprogramm Telepflege mit Videokommunikation
Bis Ende 2025 hat der GKV‑Spitzenverband ein Modellprogramm mit zwölf Projekten zur Erprobung der Telepflege durchgeführt. Es zeigt, dass Videokommunikation geeignet ist sowohl für Beratungen von Pflegebedürftigen sowie An‑ und Zugehörigen als auch für die Einbindung von Fachärztinnen und Fachärzten bei Fallbesprechungen und Konsultationen. Untersucht wurde zudem, welche Faktoren den Einsatz von Videokommunikation positiv beeinflussen.
Weiterführende Informationen
GKV 90 Prozent (09/2024) – „Im Interview: Ideen und Innovationen in der Pflegeversicherung“
