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Versorgungsthemen

Arzneimittel

Im Arzneimittelbereich drohen rasant steigende Kosten die gesetzliche Krankenversicherung auf Dauer finanziell zu überlasten. Aber auch die Patientensicherheit ist in Gefahr, wenn im Zuge beschleunigter Verfahren immer öfter neuartige medikamentöse Behandlungen zugelassen werden, obwohl ihr Nutzen noch nicht sicher nachgewiesen wurde. Dennoch werden für diese Arzneimittel enorm hohe Preise verlangt. Der GKV-Spitzenverband setzt sich dafür ein, dass sich die Kosten für neue Arzneimittel konsequent an nachgewiesenen Behandlungserfolgen orientieren. Dem Leitprinzip des AMNOG „Keine Mehrausgaben ohne Mehrnutzen“ muss wieder mehr Nachdruck verliehen werden. Nur durch eine nachhaltige Finanzierbarkeit lässt sich auch künftig eine qualitativ hochwertige Arzneimittelversorgung sicherstellen.

Themen im Überblick

Pharmadialog: Balanceakt zwischen guter Versorgung, Finanzstabilität und Standortpolitik
Seit November 2025 führt die Bundesregierung einen weiteren Pharmadialog mit zentralen Akteuren des Gesundheitswesens. Zu der Eröffnung dieses Strategie- und Dialogprozesses war neben der Pharma- und Medizintechnikindustrie erstmals auch der GKV‑Spitzenverband ins Kanzleramt eingeladen, vertreten durch seine stellvertretende Vorstandsvorsitzende Stefanie Stoff‑Ahnis. Der weiterhin andauernde Dialog ist geprägt von der angespannten Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), dem außenpolitischen Druck aus den USA sowie einer unsicheren Wirtschaftslage.
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Kommt 2026 die Apothekenreform?
Nach dem gescheiterten Versuch der Ampelkoalition, eine Apothekenreform auf den Weg zu bringen, hat die Bundesministerin für Gesundheit, Nina Warken, Ende 2025 einen neuen Anlauf für eine Reform der Strukturen des Apothekenmarkts unternommen. Damit soll eine Vielzahl von Änderungen einhergehen.
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Arzneimittel-Geheimpreise sind kompliziert und haben keinen Einspareffekt
Die Anfang 2025 eingeführte Möglichkeit von Geheimpreisen im AMNOG-Verfahren erweist sich mit Blick auf die konkrete Anwendung als konfliktbehaftet, systemwidrig und letztlich erfolglos. Der Gesetzgeber wollte mit dieser Regelung die Vermarktungsbedingungen für Pharmaunternehmen verbessern und Forschungsaktivitäten in Deutschland fördern. Stattdessen hat er neue bürokratische Aufwände geschaffen.
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AMNOG-Bilanz 2025
Bis Ende 2025 wurden für 456 Arzneimittel-Wirkstoffe Erstattungsbeträge nach dem AMNOG-Verfahren festgelegt. Alarmierend ist: Der überwiegende Teil dieser Wirkstoffe wies insgesamt oder in Teilgebieten keinen Zusatznutzen auf. Dennoch treiben sie die Kosten für die Arzneimittelversorgung in die Höhe. Die Politik muss dem Grundsatz „Keine Mehrausgaben ohne Zusatznutzen“ endlich wieder Geltung verschaffen.
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